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Landwirte starten bundesweite Blühflächenaktion zum Schutz der Artenvielfalt

Unter dem Motto "WIR MACHEN das Land bunter!" informieren Bauern ab sofort bundesweit mit anschaulichen Aktionen über ihre konkreten Aktivitäten für den Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Zum Startschuss der Aktion legte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, gemeinsam mit dem Präsidenten des Landesbauernverbandes Brandenburg (LBV), Henrik Wendorff, und Bauern aus der Region heute am Brandenburger Tor in Berlin einen symbolischen Blühstreifen mit Feldblühmischungen an. Dieser soll den Anfang von bundesweit etwa 150 000 ha blühenden Flächen darstellen, die sich die Bauern als Biodiversitätsmaßnahme für den laufenden Vegetationszeitraum vorgenommen haben.

Anlass ist nach Angaben des Bauernverbandes der jetzt begonnene Aktionszeitraum #Artenvielfalt der Deutschen Bauern. Parallel zur Berliner Aktion starten bundesweit weitere Initiativen der Landesbauernverbände zur Artenvielfalt in der Landwirtschaft. Dazu verteilen Bauern Blühflächensaatgut, legen mit Schülern Blühwiesen auf Schulhöfen an, stellen Blühkisten auf dem Marktplatz auf und bieten Betriebswanderungen an oder organisieren Pressetermine am blühenden Feldrand. Leitbild soll dabei die gemeinsame Aktion für mehr Artenvielfalt sein.

"Die deutschen Bauern haben im vergangenen Jahr mehr als 117 000 ha Blühstreifen als Nahrung für Bienen und zum Erhalt der Artenvielfalt angelegt. Wir wissen, dass auch wir unseren Teil zum Artenschutz beitragen müssen", erklärte Rukwied zum Start der Kampagne. Nehme man einem 5 m breiten Streifen an, entspreche dies einem Band von mehr als 200 000 km Länge, das fünf Mal um die Erde reichen würde. Der DBV-Präsident geht allerdings davon aus, dass in diesem Jahr noch deutlich mehr Blühflächen angelegt werden.

Rukwied betonte, dass Aufwand und Kosten der bundesweiten Blühaktionen aus Sicht der Landwirte nicht entscheidend seien. Wichtig sei aus deren Sicht, dass damit ein konkreter Beitrag zur Förderung der Biodiversität und zur Schaffung eines Nahrungsangebots für Insekten geleistet werde. Nicht zuletzt stellten die Blühwiesen und -weiden ein Erlebnisangebot an die Gesellschaft dar, so der Verbandspräsident. In diesem Zusammenhang äußerte Rukwied seine Hoffnung, dass die Arbeit der Bauern dadurch mehr Wertschätzung erfahren werde. Er lädt die Bürger gleichzeitig zum Mitmachen ein verweist dazu auf die in etlichen Bundesländern angebotenen Blühpatenschaften, bei denen er sich eine rege Beteiligung wünscht.

Für den Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd (BWV), Eberhard Hartelt, belegen bereits die 2018 angelegten Blühflächen das große Engagement des Berufsstandes. Er sieht im Artenschutz aber vor allem eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der jede Branche, aber auch jeder einzelne Bürger aufgerufen sei, etwas zur Lösung beizutragen. Hartelt betonte aber, dass die Hauptaufgabe der Betriebe nach wie vor in der Produktion von hochwertigen Lebensmitteln liege. Wenn die Gesellschaft weitere Leistungen von der Landwirtschaft im Hinblick auf den Umwelt- und Klimaschutz fordere, dann müssten auch Systeme entwickelt werden, um das zu honorieren, so der BWV-Präsident. AgE


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