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Weltmarktpreise für Agrarprodukte legen im Mittel weiter zu

Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse haben sich im Mai trotz Rückgängen bei Zucker und Pflanzenölen im Mittel gegenüber April freundlich entwickelt. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heute in Rom mitteilte, lag der von ihr berechnete globale Preisindex mit 172,4 Punkten um 1,2 % über dem Stand des Vormonats. Obwohl dies der fünfte Anstieg in Folge war, wurde das Vorjahresniveau noch um 1,9 % verfehlt.

Maßgeblich für die positive Entwicklung im Berichtsmonat war den Analysten zufolge vor allem die erneute Aufwärtsbewegung des Subindex für Milch, der um 5,2 % auf 226,1 Punkte kletterte. Maßgeblich dafür sei ein Preissprung bei Käse gewesen. Gleichzeitig habe sich die Importnachfrage nach Molkereiprodukten insgesamt robust entwickelt, während das Exportangebot aus Ozeanien trockenheitsbedingt knapp ausgefallen sei. Laut den Analysten in Rom ging es auch mit dem Index für Getreide im Berichtsmonat aufwärts, und zwar um 1,4 % auf 162,3 Punkte. Als Grund wird der Preisanstieg beim Mais als Folge pessimistischerer Prognosen für die US-Ernte angeführt. Dagegen habe sich Weizen angesichts der reichlichen Versorgung verbilligt.

Derweil stieg der Index für die globalen Fleischpreise nach Angaben der FAO um 0,2 % auf 170,2 Punkte. Maßgeblich dafür seien vor allem umfangreichere Schweinefleischimporte Ostasiens wegen der dort grassierenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) gewesen. Auch Schaffleisch habe sich wegen der regen Importnachfrage verteuert, während sich die Notierungen für Geflügelfleisch stabil entwickelt hätten, stellte die Organisation fest. Die Rindfleischpreise hätten dagegen im Zuge eines steigenden Angebots nachgegeben.

Für den Index für Pflanzenöle wies die FAO ein Minus von 1,1 % auf 127,4 Punkte aus. Begründet wird dies vor allem mit der Verbilligung von Palmöl und Rohöl. Dadurch sei auch der Zucker-Subindex unter Druck geraten, der im Vergleich zum April um 3,2 % auf 176 Punkte gesunken sei. Wegen der rückläufigen Energiepreise dürfte Brasilien seine Zuckererzeugung zu Lasten der Bioethanolproduktion ausdehnen. Außerdem hätten sich die Perspektiven für die indische Zuckererzeugung verbessert, berichtete die FAO. AgE


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