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Schlachtschweinepreis gibt leicht nach

Erstmals in diesem Jahr geht es mit den Schweinepreisen in Deutschland bergab, wenn auch nur leicht. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) korrigierte heute ihre Leitnotierung um 2 Cent auf 1,83 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) nach unten. Eine größere Trendwende sei am Schlachtschweinemarkt jedoch nicht zu befürchten, erläuterten Marktanalysten. Vielmehr handele es sich um die Korrektur eines vielleicht zu starken Notierungsanstiegs von 5 Cent in der Vorwoche.

Tatsächlich hatten zuletzt nicht alle Schlachtbetriebe die von Erzeugerseite geforderten 1,85 Euro/kg, sondern Hauspreise von 1,80 Euro gezahlt. „Vor dem Hintergrund der seitens der maßgeblichen Schlachtunternehmen erneut angedrohten Hauspreise sowie eines in der neuen Schlachtwoche etwas besser verfügbaren Angebots ist mit leichten Preisreduzierungen für Schlachtschweine zu rechnen“, erklärte die VEZG

Das Schlachtschweineangebot in Deutschland und in der gesamten Europäischen Union fällt laut Marktexperten nach wie vor klein aus, was an rückläufigen Beständen und saisonalen Einflüssen liegt. Zudem bleibt die gute Nachfrage aus Drittstaaten wie China bestehen, weshalb sich schlachtreife Tiere gut vermarkten lassen. Allerdings haben die Schweinefleischvermarkter nach wie vor Schwierigkeiten, die deutlich gestiegenen Einstandskosten für die Schlachttiere im Weiterverkauf des Fleisches wieder hereinzuholen und versuchen deshalb, den Notierungsanstieg zu bremsen.

In anderen EU-Ländern wird ebenfalls von Problemen berichtet, das gestiegene Preisniveau der Schlachtschweine am Fleischmarkt und im Export durchzusetzen. Weitere große Notierungssprünge sind deshalb dort vorerst nicht zu erwarten. In Spanien wird am Mercolleida für morgen mit einem maximalen Notierungsanstieg von 1 Cent/kg Lebendgewicht (LG) gerechnet. In Belgien könnten die Schlachtbetriebe - nach unveränderter Bezahlung in der Vorwoche - ebenfalls 1 Cent/kg LG auf ihren Auszahlungspreis draufpacken, um keine Schlachtschweine an Schlachtbetriebe im benachbarten Ausland zu verlieren. In Frankreich dürfte die Notierung laut Marché du Porc Breton weitgehend stabil bleiben; keine weiteren Abschläge sind nach einer vierwöchigen Korrekturphase in Italien zu erwarten. AgE


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